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Gigi Hadid: Ihr Look für die Met Gala brauchte 70 Personen und 13.500 Stunden

May 29, 2026  Twila Rosenbaum  5 views
Gigi Hadid: Ihr Look für die Met Gala brauchte 70 Personen und 13.500 Stunden

Bei der Met Gala 2024 setzte Gigi Hadid erneut Maßstäbe – und zwar nicht nur modisch, sondern auch handwerklich. Ihr Look, entworfen von Thom Browne, war das Ergebnis einer beispiellosen Teamarbeit: Mehr als 70 Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen arbeiteten über 13.500 Stunden an dem aufwendigen Ensemble. Das Resultat war eine Hommage an die Schönheit der Vergänglichkeit und die Kunst der Haute Couture, die den Geist des diesjährigen Themas „Sleeping Beauties: Reawakening Fashion“ perfekt einfing.

Ein Meisterwerk aus Seide, Perlen und Rosen

Der Look bestand aus einem schulterfreien weißen Korsettkleid mit ausgestellter Hüfte, das unter einem weißen Seidenmoiré-Mantel mit schwarzem Kanten aus Duchesse-Satin getragen wurde. Der Mantel war mit gelben 3D-Rosen geschmückt, die kunstvoll über den Stoff verteilt waren. Allein für den voluminösen Rock des äußeren Layers benötigte ein 40-köpfiges Team mehr als 8.500 Stunden für die Stickereien. Das Korsettkleid selbst war eine beeindruckende kreative Leistung: Ein Team von 20 Kunsthandwerkern verbrachte 5.000 Stunden damit, 2,8 Millionen Mikroperlen von Hand auf das Kleid zu sticken. Jede Perle wurde sorgfältig platziert, um ein schimmerndes, fast lebendiges Muster zu erzeugen.

„Bei der letzten Anprobe konnte ich endlich die 3D-Applikationen sehen und berühren“, erzählte Hadid. „Allein eine Rose meines Outfits ist schon ein Kunstwerk – und die vielen Stunden und die Arbeit der Menschen, die in dieses Kleid geflossen sind, sind kaum zu fassen. Es ist eine Ehre für mich, diese Kreation präsentieren zu dürfen. Ich schreite mit diesem Gedanken über den Teppich. Ich bin sehr stolz auf dieses Werk.“

Ein Garten der Zeit: Inspiration und Umsetzung

Der Look von Gigi Hadid war eine Interpretation des Met-Gala-Themas „Garden of Time“, das auf die Ausstellung „Sleeping Beauties: Reawakening Fashion“ anspielte. Die Ausstellung im Metropolitan Museum of Art zeigte historische Mode, die durch die Zeit verloren gegangen war – und durch moderne Techniken wieder zum Leben erweckt wurde. Thom Browne griff diese Idee auf, indem er die Zerbrechlichkeit der Blüten und die Zeit, die für ihre Entstehung nötig ist, in sein Design integrierte. „Es ist stets ein Privileg, Gigi dabei zuzusehen, wie sie zum Leben erwacht. Ich wollte, dass ihr Look die Zerbrechlichkeit und die immense Arbeit verkörpert, die man in der Ausstellung von Andrew [Bolton] sieht, die auf dem Teppich und im Metropolitan Museum of Art erblüht“, sagte Browne.

Die Stylistin von Hadid, Mimi Cuttrell, ließ sich von Gartenstatuen inspirieren, die von Pflanzen umhüllt sind. „Ich arbeite sehr visuell, daher ist Pinterest das beste Werkzeug, um Bilder zu finden, die bei der Zusammenstellung des perfekten Looks helfen“, sagte sie. „Wir haben uns bei dem Look von Gigi auf Statuen und strukturierte Steinsäulen in einem Garten mit Ranken und floralen Details konzentriert. Ich wurde stark durch Referenzen an alte italienische Gärten inspiriert. Ich liebe es, wie das Licht wunderschöne Gelbtöne auf dem Stein reflektiert – was mich auch dazu inspiriert hat, gelben Schmuck für ihren Look zu wählen.“

Die Entstehung eines handwerklichen Wunders

Die Herstellung des Looks war eine logistische Meisterleistung. Das Team von Thom Browne arbeitete monatelang in den Werkstätten von Paris und New York, um die filigranen Details zu verwirklichen. Die 3D-Rosen wurden aus Seidenbändern und handgefärbtem Organza gefertigt, jede einzelne Blüte war ein Unikat. Die Dornenapplikationen, die sich über den Mantel zogen, wurden aus feinstem Draht und lackiertem Stoff modelliert. Insgesamt wurden über 200 Rosen auf den Mantel aufgebracht – jede von Hand platziert und angenäht. Der gelbe Schmuck, der das Outfit ergänzte, stammte von einem ungenannten Juwelier und unterstrich die Farbpalette des Looks.

Hadid selbst betonte die emotionale Bedeutung des Looks: „Als jemand, der selbst Teil der Modebranche ist, stellt dies meine Lieblingsnacht des Jahres dar. Es ist ein bisschen wie unser Abschlussball. Hier können wir Spaß haben und ein bisschen verrückt werden. Wir verstehen es nicht als Job, sondern um gemeinsam etwas zu schaffen und Geld für das Met zu sammeln, um Kunstwerke wie dieses zu erhalten. Jedes Jahr macht es mir so viel Spaß, mich umzusehen und zu sehen, wie verschiedene Kreative das Thema aufgreifen.“

Gigi Hadids Met-Gala-Geschichte: Eine Reise durch die Stile

Hadid besuchte die Met Gala erstmalig im Jahr 2015 – unter dem Motto „China: Through the Looking Glass“ – in einem feuerroten Kleid von Diane von Furstenberg. Seitdem beeindruckte sie immer wieder mit erfrischenden Looks, die nie den Stil für den Dresscode opferten. Im Laufe ihrer acht Met Galas zeigte sich das wandlungsfähige Model unter anderem in einem ausladenden burgunderroten Puffermantel von Versace, einem vogelähnlichen Anzug von Michael Kors Collection und erweckte ihre innere Jessica Rabbit in Prada. Jeder Auftritt war ein Statement für die kreative Zusammenarbeit zwischen Model, Designer und Stylist. Die diesjährige Kreation von Thom Browne reiht sich nahtlos in diese Reihe ein – und übertrifft sie durch die schiere handwerkliche Hingabe.

Die Met Gala 2024 war ein weiterer Höhepunkt für das Model, die sich in den letzten Jahren auch als Geschäftsfrau und Mutter etabliert hat. Ihre Fähigkeit, Mode als Kunstform zu begreifen und zu verkörpern, macht sie zu einer der gefragtesten Stars auf dem roten Teppich. Der Look von Thom Browne wird nach der Veranstaltung dauerhaft im Archiv des Designers ausgestellt – ein Beweis für die kulturelle Bedeutung dieses Moments.


Source: Vogue Germany News


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